Axiale Mode
Eine Raummode, die zwischen zwei parallelen Flächen auftritt und die stärkste Art stehender Wellen darstellt.
Axiale Moden sind die stärkste und problematischste Art von Raummode. Sie treten auf, wenn Schall zwischen zwei parallelen Flächen (Vorder-/Rückwand, Seitenwände oder Boden/Decke) hin- und herreflektiert wird und ein eindimensionales stehendes Wellenmuster erzeugt.
Bei einer axialen Modenfrequenz ist der Schalldruck an den Raumbegrenzungen (Wänden) maximal und variiert sinusförmig zur Mitte hin. Die grundlegende (erste) axiale Mode weist ein Druckminimum genau in der Mitte der Abmessung auf.
Da an axialen Moden nur zwei Flächen beteiligt sind, verlieren sie pro Reflexion weniger Energie als tangentiale oder schräge Moden, wodurch sie länger fortbestehen und ausgeprägtere Maxima und Minima im Frequenzgang verursachen.
Axiale Moden werden einfach anhand der Raumabmessung berechnet und stehen bei der Analyse der Raumakustik oder der Planung der Bassbehandlung typischerweise im Vordergrund.
Formula
f = (n × c) / (2 × L)- f = Modenfrequenz (Hz)
- n = Modennummer (1, 2, 3...)
- c = Schallgeschwindigkeit (343 m/s)
- L = Abmessungslänge (m)
Practical Example
Ein Raum, der 4 Meter breit ist
Erste axiale Mode: f = (1 × 343) / (2 × 4) = 42.9 HzWenn Sie an einer der beiden Seitenwände stehen, hören Sie einen verstärkten Bass bei 43 Hz. In der Mitte kann er sich nahezu auslöschen.
Related Terms
Raummoden · Stehende Welle · Bassfalle
Glossar ·
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