Frequenzgang
Eine Messung, wie ein System oder Raum über das gesamte hörbare Frequenzspektrum reagiert.
Der Frequenzgang beschreibt, wie ein System (Lautsprecher, Mikrofon, Raum oder ein beliebiges Audiogerät) verschiedene Frequenzen behandelt. Er wird üblicherweise als Diagramm dargestellt, das den Pegel (dB) über der Frequenz (Hz) zeigt, idealerweise von 20 Hz bis 20 kHz.
Ein „linearer“ Frequenzgang bedeutet, dass alle Frequenzen mit gleichem Pegel wiedergegeben werden, das Ideal für Abhörgeräte. Abweichungen erscheinen als Überhöhungen (betonte Frequenzen) oder Einbrüche (abgeschwächte Frequenzen).
In der Raumakustik wird der Frequenzgang beeinflusst durch: • Raummoden (verursachen Überhöhungen und Einbrüche bei tiefen Frequenzen) • Begrenzungsflächeninterferenz von nahegelegenen Oberflächen • Lautsprecher-/Zuhörerpositionierung • Akustische Behandlung (Absorption und Diffusion)
Der Frequenzgang wird mit Testsignalen (Rosa Rauschen, Sinus-Sweeps) und Analysesoftware gemessen. Der Raumfrequenzgang variiert erheblich mit der Position. Der Frequenzgang an einem Sitzplatz kann sich drastisch von dem eines nur wenige Meter entfernten unterscheiden.
Zielkurven für den Raumfrequenzgang beinhalten oft einen sanften Höhenabfall und eine leichte Bassanhebung, um natürlich zu klingen.
Practical Example
Messung des Regieraum-Frequenzgangs
Rosa Rauschen + Messmikrofon → Analysesoftware zeigt ±3 dB 50 Hz-16 kHz±3 dB ist für einen behandelten Raum hervorragend. Überhöhungen/Einbrüche größer als 6 dB weisen auf Probleme hin, die eine Behandlung erfordern.
Standards: IEC 60268-5
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