Schroeder-Frequenz
Die Frequenz, oberhalb derer sich Raummoden ausreichend überlappen, sodass eine statistische akustische Analyse anwendbar ist.
Die Schroeder-Frequenz markiert den Übergang zwischen zwei unterschiedlichen akustischen Verhaltensweisen in einem Raum. Unterhalb dieser Frequenz dominieren einzelne Raummoden und erzeugen erhebliche Schwankungen des Schalldrucks im gesamten Raum. Oberhalb davon überlappen sich die Moden ausreichend (typischerweise mehr als 3 Moden pro Bandbreite), sodass das akustische Verhalten des Raums gleichmäßiger und vorhersehbarer wird.
Dieses vom Physiker Manfred Schroeder entwickelte Konzept ist entscheidend, um zu verstehen, wo verschiedene akustische Maßnahmen am wirksamsten sind: • Unterhalb der Schroeder-Frequenz: Raummoden dominieren; Bassabsorption ist unerlässlich • Oberhalb der Schroeder-Frequenz: Diffusion und Absorption wirken vorhersehbarer
Typische Schroeder-Frequenzen liegen bei kleinen Räumen zwischen 100-300 Hz und können bei großen Konzertsälen bis auf 20-50 Hz sinken.
Formula
fs = 2000 × √(RT60 / V)- fs = Schroeder-Frequenz (Hz)
- RT60 = Nachhallzeit (seconds)
- V = Raumvolumen (m³)
Practical Example
Für einen Raum mit 50 m³ und einer RT60 von 0.5 Sekunden
fs = 2000 × √(0,5 / 50) = 200 HzUnterhalb von 200 Hz sind einzelne Raummoden hörbar. Für 500 Hz ausgelegte Diffusoren helfen nicht bei Problemen um 100 Hz.
Related Terms
Raummoden · RT60 · Bassfalle
Glossar ·
Diffusor-Designer
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