Streukoeffizient
Ein Maß (0-1) dafür, wie viel der reflektierten Schallenergie gestreut statt spiegelnd reflektiert wird.
Der Streukoeffizient (s) quantifiziert den Anteil der reflektierten Schallenergie, der gestreut (nicht spiegelnd reflektiert) statt spiegelnd zurückgeworfen wird. Er reicht von 0 bis 1:
• s = 0: Perfekte Spiegelreflexion (glatte Wand) • s = 1: Die gesamte reflektierte Energie wird aus der spiegelnden Richtung weg gestreut • Typische Diffusoren: s = 0,5 bis 0,9
Anders als der Diffusionskoeffizient, der die Winkelgleichmäßigkeit beschreibt, misst der Streukoeffizient die gesamte Energiemenge, die aus der spiegelnden Richtung abgelenkt wird. Eine Oberfläche könnte die gesamte Energie streuen (s=1), aber den Großteil davon in eine Richtung senden, was zu hoher Streuung, aber geringer Diffusion führt.
Der Streukoeffizient wird gemäß ISO 17497-1 gemessen, mittels einer Methode bei zufälligem Schalleinfall im Hallraum. ISO 17497-2 misst eine verwandte, aber andere Größe – den gerichteten Diffusionskoeffizienten – mittels einer Freifeld-Methode; beide beantworten unterschiedliche Fragen und sind nicht austauschbar. Messungen variieren mit der Frequenz, daher werden Ergebnisse üblicherweise in Oktav- oder Terzbändern angegeben.
Für die raumakustische Modellierung ist der Streukoeffizient unverzichtbar, um vorherzusagen, wie Oberflächen das Schallfeld beeinflussen.
Practical Example
Vergleich von Oberflächen
Glatte Gipskartonwand: s ≈ 0.05 | Bücherregal: s ≈ 0.3 | QRD-Diffusor: s ≈ 0.7-0.9Ein QRD streut 70-90 % der einfallenden Energie weg vom Spiegelwinkel, während glatter Gipskarton nahezu alles spiegelnd reflektiert.
Standards: ISO 17497-1
Related Terms
Schalldiffusion · QRD-Diffusor · Absorptionskoeffizient
Glossar ·
Diffusor-Designer
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