PRD-Diffusor
Ein Diffusor, der Primitivwurzelfolgen verwendet und im Vergleich zu QRD-Bauformen eine asymmetrische Streuung und eine größere Bandbreite bietet.
Ein Primitivwurzel-Diffusor (PRD) basiert auf zahlentheoretischen Folgen, die Primitivwurzeln modulo einer Primzahl verwenden. Wie QRDs streuen PRDs den Schall über mehrere Winkel, jedoch mit besonderen Eigenschaften, die sie in bestimmten Anwendungen vorzuziehen machen.
Die Folge wird berechnet als: s_k = g^k mod P, wobei g eine Primitivwurzel der Primzahl P ist. Dadurch entsteht ein anderes Muster von Kammertiefen als bei der Folge quadratischer Reste.
Wesentliche Vorteile des PRD gegenüber dem QRD: • Größere effektive Bandbreite: behält die Streueigenschaften auch abseits der Auslegungsfrequenz besser bei • Asymmetrische Streuung: lenkt von Natur aus mehr Energie in eine Richtung, nützlich, wenn eine bestimmte Hörposition bevorzugt werden soll • Alternatives ästhetisches Muster
PRDs sind besonders wertvoll, wenn eine breitere Frequenzabdeckung erforderlich ist oder eine gerichtete Streuung gewünscht wird. Sie werden häufig in professionellen Aufnahmestudios und Veranstaltungsorten eingesetzt.
Formula
s_k = g^k mod P- s_k = Folgenwert (integer)
- g = Primitivwurzel (integer)
- k = Position im Feld (0, 1, 2...)
- P = Primzahl (prime)
Practical Example
PRD mit Primzahl P=7 und Primitivwurzel g=3
Folge: 3^0=1, 3^1=3, 3^2=2, 3^3=6, 3^4=4, 3^5=5 (alle mod 7)Die Kammertiefen folgen dem Muster 1, 3, 2, 6, 4, 5 und erzeugen eine asymmetrische Streuung.
Standards: ISO 17497-2
Related Terms
QRD-Diffusor · Schalldiffusion · Streukoeffizient
Glossar ·
Diffusor-Designer
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